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Die Frage nach der Hilfsbedürftigkeit unserer Igel ist umstritten und wird kontrovers diskutiert. Nicht zuletzt deshalb, weil
viele Menschen völlig falsche Vorstellungen von Igelschutzmaßnahmen haben. Sie denken vorrangig an die sogenannten
„kleinen Herbstigel“ und verstehen die natürliche Auslese als Naturgesetz nicht. Eine gesunde Wildtierpopulation existiert
jedoch nur dann, wenn sich die stärksten und die gesündesten Tiere vermehren.
Die Berechtigung, schwachen und untergewichtigen Herbstigeln unsere Hilfe zuteil werden zu lassen, liegt einzig und allein in
der Tatsache begründet, dass jährlich in Deutschland über 500 000 gesunde, kräftige Igel eines unnatürlichen Todes sterben
müssen (?).
Für viele Tiere sind sie eine tödliche Falle: Swimmingpools sowie Plastik- und Folienteiche im Garten.
Der Trend zum „Biotop Gartenteich“ ist zweifelsohne nicht nur eine Modeerscheinung, sondern bringt
wahrhaftig vielen Lebewesen bessere Existenzmöglichkeiten.
Vögel und andere Tiere wie z. Bsp. der Igel müssen in trockenen Zeiten keinen Durst leiden;
Frosch, Molch und Lurch finden eine Heimat.
Doch einen jämmerlichen Tod finden all jene Landlebewesen,
welche über den Rand in das Wasser fallen und
keine Möglichkeit finden, Pool oder Teich wieder zu verlassen.
Auch Igel haben Durst - besonders in den heißen Sommertagen
Viele Menschen sorgen sich in der warmen Jahreszeit berechtigterweise um die Tiere.
Wenn man selbst öfter als sonst zu einem Getränk greift und in den heißen Sommertagen großen Durst verspürt, dann kommt
auch - wenn es längere Zeit nicht geregnet hat - der Gedanke an die Not leidenden Tiere.
Wie aber kann man helfen?
Igel sind in der Wahl ihres Lebensraumes im allgemeinen nicht anspruchsvoll. Sie fühlen sich dort wohl, wo
vielfältigste Unterschlupfmöglichkeiten und ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden sind. Gebiete mit
guter Deckung, d.h. Hecken, Gebüsche, Feldraine und Waldränder, die kleinräumig ineinander übergehen,
werden bevorzugt.
Besonders in den heißen Sommermonaten schlafen Igel gern in dichtem hohen Gras am Rande von Hecken und Buschwerk.
Sie benötigen in der warmen Sommerzeit kein so dichtes wettergeschütztes Nest wie für den Winterschlaf. Auch rollen sie sich nicht immer fest zur Stachelkugel ein, sondern liegen oftmals mit ausgestreckten Pfoten und Kopf im Tagschlaf.

