Winterfütterung der Vögel - Körnerfresser
Andere gern gesehene Gäste unter unseren gefiederten Sängern sind Kohl- und Blaumeisen.
Sie bevorzugen ein Fett-Körner-Gemisch und fressen am liebsten an freihängenden Futterstellen. Die Meisenringe und -knödel enthalten ein Gemisch aus Rindertalg und Sonnenblumenkernen oder handelsüblichen Streufutter. Man kann derartige Futterglocken und -ringe auch selbst herstellen. Dabei darf man nicht vergessen, in die umgedrehten Blumentöpfe oder halbierten Kokosnussschalen einen Stab zum Festhalten für die Meisen mit einzugießen.
Die echten Körnerfresser dagegen bevorzugen ein Futterhäuschen, welches man aufstellen oder aufhängen kann. Ihnen geben wir Sonnenblumenkerne, Mohn, Melone-, Apfel- oder Birnenkerne, klein gehackte Hasel- oder Walnüsse, Bucheckern und „Unkrautsamen“.
Es ist immer wieder interessant, die verschiedenen bunten Vögel am Futterhaus zu beobachten. Natürlich kennt Ihr Spatz, Blau- und Kohlmeise. Aber wer sind die anderen? Die häufigsten Gäste, die sich im Futterhäuschen gern verwöhnen lassen, sind Dompfaff, Kleiber, Kernbeißer, Stieglitz, Grün- und Buchfink.
Finken besitzen einen kurzen, dafür aber sehr kräftigen Schnabel, mit welchem sie leicht auch größere Körner, wie die der Sonnenblumen aufknacken können. Der Buchfink gehört zu den weit verbreiteten Finkenvögeln in Mitteleuropa und ist ca. 15 cm groß. Besonders das Männchen trägt ein farbenfrohes Gefieder. Sein Kopf ist obenauf graublau und an den Seiten orangebraun. Der rotbraune Rücken unterscheidet sich deutlich vom hellbraunen Bauch. Auffällig sind der schwarze Schwanz und die schwarzen Flügel mit den weißen Streifen. Weibchen dagegen tragen ein an Kopf und Rücken olivfarbenes Federkleid. In Gärten mit Hecken und Bäumen sind Buchfinken gern zu Hause und treten dort außerhalb der Brutzeit und somit auch im Winter in großen Schwärmen auf. Ihre Lieblingsnahrung sind neben Samen und Körnern vor allem Bucheckern.
Den fast gleichgroßen Grünfink erkennt man am Futterhaus sehr gut durch sein zänkisches und streitsüchtiges Verhalten. Er bleibt im Häuschen solange sitzen, bis er satt ist. Anderen Vögeln droht er mit offenem Schnabel und gespreizten Flügeln. Die Federfärbung ist bei Männchen und Weibchen fast gleich, die Weibchen haben nur etwas hellere und mattere, leicht gräuliche Federn. Kopf- und Rückenfedern der Grünfinken sind olivgrün und das Bauchgefieder gelbgrün gefärbt. Die Schwanz- und Flügelfedern sind kontrastreich schwarz-gelb. Die Vögel werden auch Grünlinge genannt und sind sehr standorttreue Vögel, die das gesamte Jahr in ihren angestammten Revieren verbleiben. Neben Körnern mögen sie besonders gern getrocknete Wildfrüchte und Beeren.
Gudrun Natschke
Igelschutzzentrum
NABU Landesverband Sachsen e.V.
Quellen:
Foto: Karl Dichtler / pixelio.de

