Winterfütterung der Vögel- Weichfutterfresser

Die kalte Jahreszeit bringt für viele Tiere in der Natur eine riesige Umstellung ihrer Lebensgewohnheiten mit sich. Es beginnt auch für die bei uns verbliebenen Vögel eine harte und nahrungsarme Zeit. Ohne unsere Hilfe würden bei Frost und Eis manche von ihnen nicht überleben. Entsprechend ihrer Nahrungsgewohnheiten müssen wir den gefiederten Freunden mit einer richtigen Zufütterung helfen. Sonnenblumenkerne im Futterhaus und in Bäumen aufgehängte Meisenknödel bieten nicht allen Gartenvögeln die erforderliche Nahrung.

BodenfutterhausAuch im Winter sind Amsel, Zaunkönig und Rotkelchen oft in unserem Garten anzutreffen. Sie sind Weichfutterfresser und nehmen das Futter am liebsten am Boden auf. Sehr gern fressen sie Haferflocken, Mohn, Rosinen und getrocknete Beeren von Holunder, Eberesche, Efeu, Liguster und Schneebeere. Auch Äpfel und Birnen stehen auf ihrem Speisezettel.

Das Bodenfutterhaus muss natürlich vor Regen und Schnee geschützt sein. Eine alte Kiste stellt man mit dem Boden zur Wetterseite und macht das Dach mit Dachpappe und Fichtenzweigen wasserfest. Die offenen Seitenwände bieten den Vögeln Fluchtmöglichkeiten.

RotkehlchenDas Rotkehlchen ist ein häufiger gern gesehener Gast am Futterplatz. Mit seiner Größe von 14 cm ist es etwas kleiner als der Spatz und durch seine orangerote Stirn, Kehle und Brust sehr leicht zu erkennen, auch wenn der Rest seines Gefieders nicht so farbenprächtig ausfällt. Sein Bauch ist creme-weißlich, Flügel, Schwanz, Rücken und Kopf haben ein bräunliches Gefieder. Die Lebensräume des Rotkehlchens sind neben Laub- und Mischwäldern vor allem Gärten und Parkanlagen.

Wichtig sind dabei Unterholz mit feuchten-schattigen Stellen und viel Fall-Laub sowie dichtes Buschwerk, denn in der warmen Jahreszeit wird das Nest meist am Erdboden gut versteckt in Hecken und Büschen oder unter Wurzeln gebaut.

Rotkehlchen sind Einzelgänger und recht unverträglich, deshalb wird an der Futterstelle meist auch nur 1 Rotkehlchen zu beobachten sein. Sehr scheu sind sie allerdings nicht. Der kleine Singvogel singt nicht nur im Frühling und Sommer, sondern auch im stürmischen Herbst und eiskalten Winter seine glockenreine Lieder. Rotkehlchen fressen am liebsten getrocknete Früchte und Beeren sowie kleine Samenkörner. Im Winter gibt es solch ein Nahrungsangebot in der Natur nicht genügend und somit sind Rotkehlchen fast völlig auf die Fütterung durch den Menschen angewiesen.

 

 

Quellen:  

  • Grafik  - Tierleben in unseren Gärten  v. Chr. Wagner

Foto: © 264790 Peashooter /Pixelio.de

Zurück